Finpension Review

Finpension wurde 2016 in Luzern gegründet, mit dem Ziel die Digitalisierung von innovativen Vorsorgelösungen voranzutreiben.
2020 lancierte Finpension ihre digitale Lösung für die Säule 3a.
Wieso Finpension für dich eine interessante 3a-Lösung sein könnte, erfährst du in diesem Finpension Review.

Noch mehr digitale Anbieter einer Säule 3a?!

Nach VIAC, Selma, Frankly etc. mischt nun auch Finpension im digitalen Säule 3a Markt mit.

Wie kann sich Finpension also von der Konkurrenz abheben?
Ganz klar mit den tief(st)en Gebühren und einfachen Auswahl an sinnvollen und passiven Investments.

Als Vorsorgestiftung ist es Finpension nämlich möglich in spezielle Fondsklassen zu investieren, die sonst nur institutionellen Anlegern zugänglich sind. Finpension setzt ausschliesslich auf diese Indexfonds.

Wie sicher ist Finpension?

Die Depotbank von Finpension ist die Credit Suisse. Cashbestände liegen ebenfalls auf dem Konto der Finpension 3a Vorsorgestiftung bei der Credit Suisse.

Die eingesetzten Fonds sind etabliert und werden von vielen Pensionskassen genutzt, zusammen sind darin über CHF 140 Mrd. Investiert.

Investiertes Kapital gehört zum Sondervermögen und ist bei einem Konkurs nicht betroffen.
Cashbestände bis CHF 100’000.- sind von der Einlagesicherung geschützt.

Ebenfalls ist die Finpension 3a Vorsorgestiftung getrennt geführt. Wenn die Finpension AG Konkurs geht, hat dies keinen Einfluss auf die Vorsorgestiftung.

Die Lösung von Finpension bietet somit eine gute Sicherheit 🙂

FAQ:


Säule 3a Strategien von Finpension

Bei Finpension kannst du zwischen 3 vordefinierten Anlagefokussen (Global, Schweiz und Nachhaltig) mit variablen Aktienanteilen entscheiden. Ebenfalls ist es dir möglich, die Produkte komplett individuell zusammenzustellen.
Bei der individuellen Strategie, ist es im Gegensatz zu Viac möglich, ohne Einschränkung der Gewichtung die einzelnen Positionen frei selber zusammenzustellen.

Finpension 4 Investment Strategien
Quelle: Finpension

Für jeden Fokus gibt es weiter 6 verschiedene Strategien. Zwischen 0% und 99% Aktien kannst du auswählen oder alternativ die Anteile in der individuellen Strategie komplett selber bestimmen.

In den Fokussen “Nachhaltig” und “Global” werden etwa 40% der Gelder in der Schweiz investiert. Für eine Säule 3a definitiv sinnvoll.
Wenn du lieber noch höhere Anteile global investieren willst, musst du eine individuelle Strategie wählen.

Rendite Finpension 3a Strategien
Quelle: Finpension

Je höher der Aktienanteil, desto volatiler ist die Wertentwicklung. Historisch waren mit einer hohen Aktienquote die besten Renditen möglich.

Mehrere 3a-Konten sind möglich:
Bis zu 5 “Portfolios” kannst du bei Finpension führen, die du später dann gestaffelt beziehen kannst.


Investments

Die Strategien werden mit den institutionellen Fonds der Credit Suisse umgesetzt (CSIF – Credit Suisse Index Fonds).
Da Gute daran, diese “Indexinstrumente” gehören der Zero-Fee-Klasse an. Die laufenden Kosten (TER) der Fonds sind also 0.0% oder nahe 0%.

  • 29 Indexfonds auf Aktien
  • 14 auf Obligationen
  • 4 auf Immobilien
  • 2 Gold-Fonds
Finpension Aktien 100 Strategie
Quelle: Finpension

Hier findest du alle bei Finpension verfügbaren Indexfonds.

Die Auswahl und das Angebot der Indexfonds finde ich sehr gut.
Kostengünstig, ausschliesslich passiv gemanagt und breit diversifiziert. So können die Kosten sehr tief gehalten werden, und die Anleger erhalten gute Renditen.


Was bedeuten die Fondsbezeichnungen?

Mir ist aufgefallen, dass die Fonds, abgesehen von der “Region” (Switzerland, US, Europe etc.) alle ähnliche Bezeichnungen haben.
Hier eine kleine Legende:

Fonds Bezeichnungen erklärt
Quelle: Finpension

Die Bezeichnung “Pension Fund” bedeutet weiter, dass dieser Fonds von der Quellensteuer befreit ist, was weiter Gebühren spart.

Wenn du dich nicht weiter mit diesen Details rumschlagen willst, wählst du am besten eine der Vordefinierten Strategien. Die Auswahl der Fonds ist da bereits sehr gut umgesetzt.

Säule 3a mit Finpension nachhaltig investieren

Weiter zeigt die Abkürzung ESG im Fondsname an, dass diese nach “nachhaltigeren” Kriterien investieren.
Die meisten Fonds sind in der ESG-Variante verfügbar.


Finpension Gebühren im Review

Neben der einfachen Bedienbarkeit und den guten Indexfonds, sind die Gebühren eines der Hauptargumente für Finpension.

Bein Finpension gibt es eine Pauschalgebühr von 0.42% p.a. (0.39% + MWST).

Dazu kommen nur noch die Gebühren für die Indexfonds. Für die meisten Strategien betragen diese Produktkosten zwischen 0.00% bis 0.05% p.a..

Einzelne Indexfonds, z.B. auf die Emerging Marktes weisen laufende Kosten von 0.13% auf. Zusammen mit den anderen Fonds in einer Strategie kommt man aber selten auf über 0.05%.

Finpension Smartphone App

Transaktionskosten gibt es keine, der Strategiewechsel ist ebenfalls kostenlos.

Die Gesamtkosten sind damit unter 0.5% p.a.!

Hier geht es zur Finpension Gebührenordnung

Vorteile dank den Credit Suisse Indexfonds:

  • Keine oder sehr tiefe Produktkosten
  • Quellensteuerbefreit
  • Keine CH-Stempelsteuern
  • Die Indexfonds können mehrheitlich in CHF gekauft werden, der Währungswechsel fällt weg.

In diesem Beitrag erklärt Finpension die Vorteile sehr gut

Finpension oder VIAC?
Die Gebühren sind somit im Vergleich, vor allem für eine hohe Aktienquote, sehr günstig und ebenfalls günstiger als bei VIAC. Leider bleiben die Gebühren, im Gegensatz zu VIAC, auch bei tiefer Aktienquote gleich hoch.

Web-Plattform und Finpension-App

3a Handelsplattform mit Portfolio

Die Smartphone-App sowie die Web-Plattform von Finpension sind sehr übersichtlich, sowie minimalistisch und einfach zu bedienen.

Ebenfalls sind alle wichtigen Dokumente und Formulare leicht zugänglich.

Eine Zwei-Faktor Authentifizierung gibt es natürlich (via SMS-Code) auch.

Hier gehts zur Web-App.

Vor- und Nachteile der Finpension 3a Lösung

Vorteile:

  • Sehr tiefe und transparente Gebühren
  • Bis zu 99% Aktienquote möglich
  • Grossartige Auswahl an Indexfonds
  • Finpension verwendet ausschliesslich kostengünstige Indexfonds
  • Die Strategie ist individuell, ohne Einschränkungen anpassbar
  • Minimalistisch und einfach zu bedienen
  • Eröffnung von bis zu 5 Portfolios möglich
  • Finpension wurde 2015 gegründet und verwaltet bereits über CHF 800 Mio. an Vermögen

Nachteile:

  • Gleich hohe Gebühren bei tiefer Aktienquote
  • Investieren in Anleihen mit negativen Renditen möglich
  • Die 3a Lösung von Finpension ist noch nicht lange am Markt

Hast du noch ungeklärte Fragen? Dann kannst du gerne einen Kommentar schreiben oder bei der Finpension FAQ-Seite vorbeischauen.


Fazit zu meinem Finpension Review

Meine Erfahrungen mit Finpension sind durchs Band positiv. Die Alleinstellungsmerkmale sind klar: Finpension ist sehr stark gebührenoptimiert, einfach zu bedienen und bietet sinnvolle Anlage-Produkte an.

Vor allem wenn du einen langen Anlagehorizont hast und maximal in Aktien investieren willst, ist Finpension wohl aktuell die beste Lösung für dich. Eine Aktienquote von 99% ist bei anderen Anbietern nicht möglich.

Die vordefinierten Strategien finde ich bereits gut, überdies geniesst du mit der individuellen Strategie eine grosse Freiheit.

Nach meinem Finpension Review, kann ich sagen, dass die Säule 3a von Finpension definitiv einen Blick wert ist!

Ich hoffe dir hat mein Finpension Review gefallen. 🙂
Für Fragen oder Anmerkungen, lass mir gerne einen Kommentar da.


Finpension Gutscheincode

Chance eine Säule 3a über CHF 6’883.- zu gewinnen.

Du nimmst an der Verlosung teil, wenn du den Code bei Kontoeröffnung eingibst und innerhalb 12 Monaten mindestens CHF 1’000.- einzahlst.
Die Verlosung wird alle 1’000 Code-Registrierungen durchgeführt. Viel Glück!


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Quellen zum Finpension Review

Alles zu Finpension:
https://finpension.ch/


4 Comments

KauntNull · 22. September 2021 at 22:55

Ich finde, da der Gebührenunterschied zu VIAC nur marginal ist und ich bei VIAC insbesondere die Möglichkeit habe mir das Depot praktisch frei selbst zusammenzustellen (nochmals mehr Flexibilität), dass der Nachteil von Finpension “erst seit kurzem am Markt” ein recht grosses Gewicht bekommt. Ein weiterer aus meiner Sicht gravierender Nachteil ist die Vorgehensweise der Identitätsfeststellung – ein Identitätsnachweis ist nämlich anders als sonst üblich erst bei Auszahlung erforderlich. Wir kennen alle aus den Medien inzwischen hinreichend häufige Fälle von Identitätsdiebstahl. Und da man im Laufe der Jahre sehr erhebliche Beträge im Depot ansammelt, kann das böse ins Auge gehen.

    Oliver Kunz · 23. September 2021 at 9:18

    Danke sehr für den Kommentar und die Anregungen.
    Viac bietet wirklich eine grosse Flexibilität. Bei Finpension ist aber auch möglich mit den Strategie “Individuell” das Portfolio komplett selber zusammenzustellen. Im Gegensatz zu Viac gibt es bei Finpension keine Beschränkung für die Gewichtung der einzelnen Positionen. Z.B. wäre 100% in einem Welt-ETF also möglich. Im Beitrag wird dies nicht ganz ersichtlich, ich werde dies ergänzen 🙂

    Fun fact:
    Finpension wurde bereits 2015 gegründet (Viac 2017) und ist mit ihrer Freizügigkeitsstiftung und 1e Sammelstiftung schon sehr erfolgreich am Markt (über 800mio verwaltetes Vermögen). Die 3a Lösung von Finpension ist noch eher neu, während Viac mit 3a schon länger am Markt ist. So gross würde ich diesen Nachteil also nicht gewichten.

    Bezüglich Identitätsfeststellung stimme ich dir zu, ich würde es auch viel besser finden, wenn dies bei der Anmeldung passiert.

      KauntNull · 23. September 2021 at 12:51

      Hoi, danke dir für dein promptes Feedback. Ja, dass auch bei FInpension eine individuelle Zusammenstellung möglich ist, war nicht ersichtlich. Allerdings muss ich in einem Punkt doch noch widersprechen: 100% in einen einzigen MSCI-World-ETF klappt nur dann, wenn der währungsgesichert ist. Für Langfristanleger ist Währungs-Hedging aber eigentlich ein No-Go, weil es sinnlos Rendite kostet (Grundsatz: “reversal to the mean” gilt auch für Währungskurse, ein Hedge ist zwischen zwei stabilen Währungen wie dem USD und dem CHF eigentlich unnötig). Die Richtlinien für 3a-Depots schreiben aber dummerweise einen (relativ hohen) Prozentsatz in der Heimatwährung CHF zwingend vor, auch bei den 100%-Wertschriftenportfolios. Gerade deshalb hedgen die 3a-Anbieter so viel, denn eigentlich wissen die auch, dass der Hedge unnötige Kosten verursacht und Rendite kostet (und sie sich damit ins eigene Bein schiessen, weil weniger Rendite bedeutet weniger Portfoliowert, also weniger Depotführungsentgelt auch für sie).

        Oliver Kunz · 23. September 2021 at 16:32

        Hier stimme ich dir in beiden Punkten zu. Mein Beispiel war vielleich ein wenig unpassend gewählt, ich wollte damit primär die “Flexibilität” der Möglichkeiten hervorheben.
        Ich sehe das mit dem Hedging, für so lange Zeiträume, gleich wie du. Bei Finpension und Viac kann man glücklicherweise selbst darüber entscheiben. Die Indexfonds gibt es jeweils in beiden Varianten. Deshalb habe ich zusätzlich die kleine Legende zu den Fonds-Bezeichungen hinzugefügt. 🙂

        Beste Grüsse
        Oliver

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