Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2026 von Oliver Kunz

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Der Hypotheken Guide für die Schweiz 2026

Stell dir vor du bist bei der nächsten Hypotheken-Beantragung tiefentspannt, dank Hypothekenrechner und Vergleich der Zinsen sparst du tausende Franken. Zudem kennst du alle Anforderungen, amortisierst clever über die Säule 3a und bist bestes über das Hypotheken-Angebot informiert. Dieser Hypotheken Guide für die Schweiz soll dabei dein Leitfaden sein.
Hier vergleiche ich Hypothekenarten, zeige alle wichtigen Faktoren bei der Hypothekenberechnung, erkläre die aktuellen Zinsen und Trends und gebe dir spannende Tipps mit. Weiter habe ich im Verlauf dieses Hypotheken Guides alle weiteren Beiträge zum Themen Hypotheken verlinkt, wo das jeweilige Thema im Detail behandelt wird.

Viel Spass bei der Lektüre, ich bin mir sicher es gibt viele spanende Informationen zum Thema Hypotheken zu entdecken. 🙂

Der ultimative Hypotheken Guide für Schweizer
Der ultimative Hypotheken Guide für die Schweiz

Erklärung und Vergleich Hypothekenarten

In der Schweiz gibt es mehrere Arten von Hypotheken für unterschiedliche Ansprüche und Situationen:

  1. SARON-Hypothek
  2. Festhypothek
  3. Variable Hypothek

Die einzelnen Arten unterscheiden sich in den Kosten, der Flexibilität und dem Risiko von Zinsschwankungen.

Guide zur SARON-Hypothek

Die SARON-Hypothek ist eine sehr flexible Hypothek, deren Zinssatz sich täglich am SARON-Referenzzinssatz (Swiss Average Rate Overnight) orientiert. Der SARON selbst folgt eng den Leitzinsen der Schweizer Nationalbank (SNB). Bei einer SARON-Hypothek folgenden die Hypozinsen also den Zinsentscheiden der SNB.

Vorteile der SARON-Hypothek sind klar die tiefen Zinssätze und eine relativ hohe Flexibilität, da man so eine Hypothek für ein oder mehrere Jahre abschliesst. Viele Banken bieten in dieser Zeit eine einfache Umwandlung in eine Festhypothek an.

Dafür können die Zinskosten sehr schnell steigen, sollte die Nationalbank die Leitzinsen erhöhen. Zum Zeitpunkt einer Zinserhöhung sind die Kosten für Festhypotheken aber meistens schon gestiegen und ein Wechsel lohnt sich weniger. Deshalb sollte man bei SARON-Hypotheken einen finanziellen Puffer mitbringen und ggf. genug früh auf eine Festhypothek wechseln, wenn mögliche Zinsanstiege drohen, dies ist jedoch schwierig bis unmöglich vorherzusagen.

Festhypothek im Blick

Festhypotheken sind zum Abschlusszeitpunkt im Durchschnitt je nach Laufzeit teurer als eine SARON-Hypothek, dafür kann man mit planbaren Zinskosten über die Laufzeit rechnen. Die Flexibilität fällt ebenfalls geringer aus, während der Laufzeit ist man gebunden und ein frühzeitiger Rücktritt vom Vertrag kann hohe Kosten mit sich ziehen.

Die Laufzeiten von Festhypotheken sind wählbar und reichen meistens von 2 bis 10 Jahren, teilweise sogar bis 15 Jahre. Je länger die gewählte Laufzeit, desto höher sind im Regelfall die Zinssätze. In einem Tiefzinsumfeld und/oder wenn turbulente Zeiten mit potenziell steigenden Zinsen anstehen, lohnen sich Festhypotheken am meisten.

Variable Hypothek überhaupt sinnvoll?

Wie es der Name schon sagt, kommen variable Hypotheken mit einem variablen Zinssatz, der sich dem “Marktumfeld” anpasst. Jedoch ist die Zinsgestaltung im Gegensatz zur SARON-Hypothek sehr intransparent, die jeweilige Bank legt die Zinsen selbst fest.

Dazu ist dies die teuerste Form einer Hypothek. Die Vorteile einer variablen Hypothek liegen in ihrer Flexibilität, die man sich mit höheren Zinssätzen erkauft. So ist eine variable Hypothek meistens jederzeit auf 3- oder 6 Monate kündbar und kann zudem jederzeit zurückgezahlt werden. So eignet sich diese Hypothekenform hauptsächlich für sehr kurzfristige Finanzierungen.

Hypotheken Guide Schweiz – Übersicht Hypothekenarten

Die drei verschiedenen Hypothekenarten unterscheiden sich ausreichend, um für jede Situation das passende zu finden. Unten in der Tabelle sind die Unterschiede nochmals vereinfacht dargestellt.

HypothekZins (Dez. 25)FlexibilitätRisikoZeitpunkt
SARON0.7 – 1.3%mittel/hochmittel/hochstabile oder sinkende Zinsen
Fest5J: 1.2 – 1.6%
10J: 1.5 – 1.9%
tief/mitteltiefstabile oder steigende Zinsen
Variabel~3%hochtief/mittelkurzfristige Finanzierung

Persönlich würde ich in vielen Situationen wohl auf eine SARON-Hypothek zurückgreifen, um von den tiefen Zinskosten und der guten Flexibilität profitieren zu können. Gegen eine Festhypothek ist in meinen Augen auch nichts einzuwenden. Oftmals gibt es bei den Festhypotheken noch Vergünstigungen für Nachhaltigkeit oder Ersthypotheken.

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Anforderungen und Berechnung einer Hypothek

Damit man eine Hypothek erhält müssen natürlich alle Anforderungen bez. Eigenkapital, Tragbarkeit gegeben sein und die Art der Amortisation festgelegt werden. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Zweck der Immobilie in wenig. Zum Beispiel verlangen Banken bei Ferienwohnungen oder Renditeobjekten häufig mehr Eigenkapital als bei einem Eigenheim. Auch die Dauer der Amortisation kann variieren. Nachfolgend gehe ich primär auf die Hypothek bei einem Eigenheim ein.

Anforderungen im Detail

Eigenkapital: hier sind die Anforderungen relativ klar, bei einem Hauskauf müssen 20% des Kaufpreises mit Eigenmittel finanziert werden. Die restlichen 80% der Immobilie können über eine Hypothek finanziert werden. Von diesen 20% Eigenkapital muss die Hälfte (also 10% des Hauses) mit “harten” Eigenmitteln finanziert werden. Zu den harten Eigenmitteln zählen Kontoguthaben, Wertpapiere und auch Guthaben aus der Säule 3a. Die übrigen 10% können durch “weiche” Eigenmittel (Gelder aus der Pensionskasse) gedeckt werden.

Amortisation: die Hypothek muss innerhalb 15 Jahren auf maximal 66% des Immobilienwertes abbezahlt werden, also knapp 1% pro Jahr. Wenn sich der Wert der Immobilie positiv entwickelt, besteht die Möglichkeit weniger amortisieren zu müssen, da die Hypothek nicht mehr einen so grossen Teil des Immobilienwerts ausmacht.

Tragbarkeit: ob eine Hypothek finanzierbar/tragbar ist, hängt massgeblich vom persönlichen- oder vom Haushaltseinkommen ab. Die gesamten Kosten, bestehend aus dem kalkulatorischen Zinssatz von 5%, der Amortisation und den Nebenkosten dürfen nicht mehr als 33% des Einkommens ausmachen damit die Tragbarkeit gewährleistet ist. Sollte das eigene Einkommen nicht ausreichen, kann man die Anforderungen an die Tragbarkeit senken, indem man mehr Eigenkapital einbringt und so die Kosten der Hypothek senkt.

Ein Beispiel einer Immobilienfinanzierung:

  • Kaufpreis: CHF 1. Mio.
  • Eigenkapital: CHF 200’000.-
    • CHF 100’000.- Kontoguthaben (hartes Eigenkapital – mind. 10%)
    • CHF 100’000.- Bezug PK-Gelder (weiches Eigenkapital – max. 10%)
  • Hypothek: CHF 800’000.-
  • Gesamtkosten: CHF 2’572.- im Monat
    • Zinskosten: CHF 1’000.- (1.5% Hypozins)
    • Nebenkosten: CHF 833.-
    • Amortisation: 739.-
  • Benötigtes Haushaltseinkommen (Tragbarkeit): CHF 176’600.- brutto im Jahr

Hypotheken Rechner Schweiz

Um ein konkretes Beispiel einer Immobilie mit Hypothek, den entsprechenden Kosten sowie der Tragbarkeit einfach ausrechnen zu können, habe ich den Hypotheken Rechner Schweiz programmiert.
Am besten spielst du verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Kaufpreisen und Hypozinsen durch, um ein umfassendes Bild über die Finanzierung zu erhalten.

Wenn du Interesse an Renditeobjekten hast, habe ich im Beitrag “Hypotheken Rechner Schweiz” extra einen Rechner für Renditeimmobilien erstellt, da es dort andere Anforderungen gibt.

Eine Prognose über die Leitzinsen und somit über die Hypothekarzinsen abzugeben ist mittel- bis langfristig praktisch unmöglich. Viele Banken geben daher eigene Prognosen maximal für die nächsten 1 bis 2 Jahre ab. Bereits in so einem kurzen Zeitraum können die Zinsen für Hypotheken stark schwanken und unvorhergesehene Ereignisse können die Zinslandschaft möglicherweise stark beeinflussen.

Für die Jahre 2026 und 2027 rechnen viele Schweizer Banken mit relativ gleichbleibenden Zinsen. So prognostiziert die UBS, dass der SARON bis Ende 2027 unverändert bei 0.00% bleibt und die Zinsen für Festhypotheken marginal steigen. Eine Ähnliche Prognose lieferen auch die Berner Kantonalbank, die ZKB und die LUKB fürs 2026.

Hypothekarzinsen Prognose Schweiz ZKB
Prognose der Hypothekarzinsen der ZKB / Quelle: ZKB

Die Ansicht der PostFinance weicht leicht davon ab, die Bank rechnet mit einer leichten Zinssenkung beim SARON über die nächsten 6-12 Monate bei gleichzeitig stabilen Festhypotheken.

Zinsprognosen diverser Schweizer Banken:

Wie gut sich diese Prognosen bewähren, gilt es abzuwarten, in der Vergangenheit waren solche Prognosen, wie oben schon erwähnt, nicht immer verlässlich. Trotzdem kann man so die Stimmung am Markt erfassen. Bei grossem Interesse an den Zinstrends lohnt sich auch immer ein Blick ins Ausland (US-Zentralbank und EZB) oder auf die Inflationszahlen.

Tipps & Optimierung deiner Hypothek

Eine Hypothek clever zu optimieren, kann dir über die Jahre zehntausende Franken sparen, durch tiefere Zinsen, steuerliche Vorteile und gute Amortisationsstrategien. Hier sind einige Tipps zusammengefasst für 2026, basierend auf dem aktuellen Tiefzinsumfeld.

  1. Anbieter vergleichen und verhandeln: Die Zinsen variieren je nach Bank, Bonität und Objekt. In meinem Beitrag zu den Hypothekarzinsen Schweiz vergleiche ich aktuelle Zinsangebote. Viele Banken gewähren Rabatte für gute Kunden, Nachhaltigkeitsmassnahmen (z.B. energieeffiziente Sanierungen) oder Ersthypotheken. Ein Wechsel oder eine Neuverhandlung kann eine Zinsersparnis erzielen.
  2. Kombination aus Hypothekenarten (Tranchen): Statt alles auf eine Hypothek zu setzen, lässt sich die Finanzierung in Tranchen aufteilen. Z.B. eine SARON-Hypothek für Flexibilität und tiefe Zinsen plus eine Festhypothek für mehr Planungssicherheit. Mit einem Mix der Hypothekenarten kannst du von aktuell tiefen SARON-Zinsen profitieren und schützt einen anderen Teil vor möglichen Zinsanstiegen.
  3. Indirekte Amortisation über Säule 3a: Eine der besten Optimierungen kannst du bei der Amortisation erzielen. Zahle die Amortisationsraten der Hypothek nicht direkt an die Bank zurück, sondern in die Säule 3a ein. So sparst du Steuern, dein Geld kann in der Säule 3a investiert werden und womöglich musst du später nicht das ganze Kapital für die Amortisation nutzen. Mehr dazu im Beitrag zu den Amortisationsstrategien einer Hypothek.
  4. Mehr Eigenkapital einbringen: Je nach dem, wie Teuer deine Wunschimmobilie ist, kann die Tragbarkeit eine Herausforderung werden. Je mehr Eigenkapital (>20%) du einbringst, desto bessere Konditionen und tiefere Tragbarkeitskosten kommen auf dich zu. Dazu kannst du ebenfalls Säule 3a oder PK-Gelder (weiches Eigenkapital bis 10%) für die Finanzierung nutzen.
  5. Nebenkosten und Gebühren minimieren: Wenn du über die Säule 3a amortisierst, gibt es bei den Angeboten der Banken auch Unterschiede bei Gebühren und Anlagelösungen, ein genauer Blick lohnt sich. Ebenfalls bieten viele Banken an, die Hypothekarzinsen bereits einige Monate im Voraus zu fixieren was zur Planungssicherheit beiträgt.

Weitere detaillierte Beiträge zu Hypotheken

Zusätzlich zu diesen Hypotheken Guide Schweiz der als erste Übersicht und Wegleitung gedacht ist, habe ich zu den unterschiedlichen Themen rund um Hypotheken noch detailliertere Beiträge geschrieben.

Ein erster Anhaltspunkt ist die Übersicht der aktuellen Hypozinsen und die Berechnung der Kosten & Tragbarkeit mittels Hypothekenrechner

Welche Voraussetzungen für eine Hypothek erfüllt werden müssen und welche Tipps es bei der Beantragung online gibt, in diesen beiden Beiträgen:

Zum Schluss noch Tipps und zur Auswahl der richtigen Hypothekenart und zu den besten Amortisationsstrategien:

Fazit zum Hypotheken Guide der Schweiz

Zusammenfassend ist 2026 ein gutes Jahr für Hypotheken in der Schweiz. Die Zinsen bleiben voraussichtlich auf tiefem Niveau stabil, mit SARON-Hypotheken als günstige und flexible Option. Für welche Hypothek oder welche Kombination aus Hypotheken du dich schlussendlich entscheidest hängt ganz von deiner persönlichen Situation ab.

Wichtig ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung und ein genauer Vergleich der Möglichkeiten und Angebote der Banken. Mit dem Lesen der Hypotheken-Beiträge und dem Nutzen des Hypothekenrechners hast du bereits eine solide Grundlage für die Entscheidung.

Vielen Dank fürs Lesen und viel Erfolg bei deiner Hypothekenplanung!

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Was ist die beste Hypothekenart Schweiz 2026?

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Hypothek?

Wie kann ich bei der Hypothek am meisten sparen?

Disclaimer zum Hypotheken Guide Schweiz

Keine Anlageberatung und Haftung. Keine Gewähr auf Richtigkeit der Angaben. Es handelt sich um meine persönliche Meinung. Investieren beinhaltet Verlustrisiken.


Oliver Kunz

Oliver Kunz schreibt seit 2020 Artikel über die Themen Vorsorge, Finanzen, Investments und Kryptowährungen in der Schweiz.

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