Intelligentes Investieren

Durch intelligentes Investieren, kannst du als Millionär in Rente gehen.
Was alles dazu gehört, erfährst du im Beitrag.

Idee

Durch konsequentes monatliches, langfristiges und intelligentes Investieren (am besten mittels Sparplan) kann über eine längere Zeit eine beträchtliche Summe angespart werden.
Zauberwort ist hier der Zinseszins.
Ebenfalls benötigst du eine einfache Strategie, um intelligent Investieren zu können.

Wieso intelligentes Investieren?

Die Alternative wäre nicht zu investieren. Dass dies keine Alternative ist zeige ich in diesem Beitrag:

Inflation in der Schweiz – stiller Vermögens-Killer

Wie Inflation den meisten Haushalten unbemerkt das Geld aus der Tasche zieht.

Zinseszins

Erhälst du Rendite auf dein investiertes Kapital und lässt das Geld investiert, erhälst du in der Zukunft Rendite auf das bereits verzinste Kapital. Damit wächst das zu verzinsende Kapital und Sie erhalten dementsprechend mehr Zinserträge als in der vorangegangenen Zinsperiode. Dies führt dazu, dass das Vermögen immer schneller anwächst.
Kurz gesagt:

Umso früher, desto besser.
Je mehr, desto besser.
Umso länger, desto besser.

In was Investieren?

Indexfonds:
Ziel ist langfristiges und intelligentes Investieren, daher muss auch der Index, ETF oder die Aktie über diese lange Zeit bestehen/erhalten bleiben.
Somit eignet sich am besten ein breit diversifizierter Index wie z.B. der S&P500 als Investment. Da im S&P500 die 500 grösste US-Unternehmen abgebildet sind ist es ein sehr sicheres Investment.
Unternehmen, welche in einem Index Pleite gehen, würden einfach aus dem Index fallen, und durch ein anderes ersetzt.
Unternehmen:
Natürlich kann man auch langfristig in einzelne grosse Unternehmen investieren, hier ist jedoch mehr Recherche notwendig. Auch fällt mehr Aufwand an, da regelmässig überprüft werden sollte, ob die Unternehmen noch als Investment geeignet sind.

Realistische Rendite

Rendite auf Indizes im Vergleich:
Um ein Gefühl zu erhalten, was für eine Rendite über eine lange Zeit möglich ist habe ich die Performance verschiedener Indizis über die letzten 40 Jahre verglichen:

IndexKurs 01.01.1980Kurs 31.12.2019Ø Rendite p.a.
S&P500105.763'230.788.95%
MSCI World131.102'358.467.49%
NASDAQ148.178'972.6110.81%
SMI1500 (Juni. 1988)106166.41%
DAX497.7913'249.018.55%

Natürlich variiert die Durchschnittliche Rendite je nach gewählter Zeitspanne. Eine durchschnittliche Rendite von 7-9% über einen langfristigen Zeithorizont ist durchaus realistisch.

Gebühren:
Mit der Höhe der Gebühren steht oder fällt das Investment auf lange Zeit. Daher ist es sehr wichtig sich eine Bank/Broker zu suchen bei dem die Gebühren für die gewünschten Investments minimal sind.

Dabei sind vor allem diese Arten von Gebühren zu beachten:

  • Fondsgebühren/TER (Total Expense Ratio)
    Die TER gibt an wie viel Gebühren jährlich auf einem Fonds anfallen.
  • Transaktionsgebühren/Courtage
    Die Courtage ist die Gebühr, welche man beim Kauf von Wertpapieren bezahlt.
  • Konto- und Depotgebühren
    Meistens fallen jährlich noch Gebühren für das Konto oder das Depot an.

Vorsicht vor versteckten Gebühren (Ausgabe- und Rücknahmekommission), auch Pauschalen können bei kleinen Beträge schwer ins Gewicht fallen. So sollten immer die Gebühren in Prozent des Investments ausgerechnet werden.

Als Beispiel der Vanguard S&P 500 UCITS ETF (ISIN: IE00B3XXRP09) weist eine TER von 0.07% auf was sehr niedrig ist und damit ideal.
Achtung: die TER ist bei Indexfonds tief, da diese passiv gemanged sind. Vorsicht vor aktiv verwalteten Fonds, hier kann die TER gut über 1% liegen und zerstört die langfristige Rendite.

Ziel ist es Definitiv die Gebühren so tief wie möglich zu halten und im Optimalfall um 1% und definitiv unter 2%, was nicht immer einfach ist (vor allem in der Schweiz).

Anlagedauer

Wie schon beim Zinseszins erwähnt, kann die Anlagedauer nie genug lang sein um den Zinseszins-Effekt maximal zu nutzen.
Aber es ist definitiv auch NIE zu spät um mit dem Investieren zu beginnen!

Problem „schweizer Banken“

Bei der Recherche, nach geigneten Sparplänen auf Indexfonds bei klassischen schweizer Banken (wie z.B. UBS, CS oder auch Raiffeisen) ist mir schnell bewusst geworden, dass es hier ein Problem gibt. Die Kosten sind extrem hoch. Meistens werden auch nur, in meinen Augen, überteuerte aktiv gemanagte Fonds angeboten für Sparplane.
Dieser Artikel aus der NZZ beschreibt dies gut.
Somit kann ich von einem Sparplan bei klassichen schweizer Banken abraten. Und ohne Sparplan sind die Gebühren sowiso zu hoch.
In Deutschland scheint dies nach mir nicht so ein Problem zu sein, da in Deutschland viele Broker kostengünstig sparpläne anbieten.

Berechnung

Für meine Berechnung meines Fallbeispiels beziehe ich mich auf die Gebühren meines Brokers Swissquote.
Hier sind die Gebühren 9.- excl. Steuer pro Trade auf Extrem viele ETFs wie auch Indexfonds auf den S&P500.
Sagen wir, wir wollen monatlich CHF 500.- investieren, hätten wir Gebühren von immer noch 1.8% auf die Transaktion.
Somit macht es mehr Sinn alle 3 monate den dreifachen Betrag anzulegen.
Gebühren:
-TER = 0.07% (Vanguard S&P 500 | VUSA | ISIN: IE00B3XXRP09)
-Transaktionsgebühren = CHF 12.- = 0.8% bei CHF 1’500 investiert.
-Depotgebühren = CHF 60.- pro Jahr = 1% bei CHF 6’000 investiert.
-> Gesamtgebühren von 1.87%
-> Netto-Rendite = 8.95% – 1.87% = 7.08%

Vermögensverlauf

  • Anlagedauer = 40 Jahre
  • Monatlich CHF 500.- = quartalsweise CHF 1’500.-
  • Netto-Rendite von 7%

Resultat -> unglaubliche 1’312’406.-
Unten ein Bild des Vermögensverlauf mit oben gennanten Eckdaten. Du kannst gerne deine eigenen Werte eintragen.

wohlstand im alter durch langfristiges investieren
Vermögensaufbau mittles Sparplan über 40 Jahre mit 7% Rendite

Quelle: https://www.zugerkb.ch/private/anlegen-und-boerse/anlageprodukte/fondssparplan/fondssparplanrechner#/

Fazit: Intelligentes Investieren

7% Netto-Rendite, ein genug langer Anlagehorizont und monatliches Investieren. So ist es möglich als Millionär in Rente zu gehen.

Alternativen

Für Schweizer:
Bei einem Sparplan in die Säule 3a sind die Gebühren geringer, ebenfalls kann der Betrag von den Steuern abgezogen werden.
Hier empfehle ich eine online Säule 3a, unten eine Auswahl:

Keine Schweizer Bank/Broker:
Bei deutschen oder internationalen Brokern sind die Gebühren tiefer, auch sind Sparpläne vermehrt verfügbar.


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